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Das ist das letzte Mal.



Schwer liegt die Dunkelheit über der kleinen Stadt, in der ich nun seit einigen Monaten wohne. Sie begleitet mich auf meinem Weg durch die Nacht und macht sich davon, wenn der Morgen kommt. Der Morgen, der nicht kommen soll. Denn der Montag legt eine merkwürdige Stille über mich, ein drückendes Gefühl, ein ängstliches Pochen. Nur der Montag. Immer der Montag. Ich hasse ihn.

Ich habe mich entschieden und weil ich merke, dass es die falsche Wahl war, lasse ich mich hängen. Nur weil ich dort hätte bleiben sollen, wo ich herkam. Ich habe es so entschieden und nun sollte ich dafür kämpfen, dass ich es letztendlich doch für die richtige Wahl halte. Ich will kämpfen. Ich will leben. Für mich. Wieso schaffe ich das nicht?
Zufrieden sein. Ich will doch, warum schaffe ich es nicht? Ich muss mich selbst überwinden, ich muss das alles schaffen. Ich will es schaffen. Ich will. Vergiss den Stolz, vergiss die Gedanken, vergiss die Angst. Wo ist die Lebensfreude hin? Der Ehrgeiz? Ich will es zurück. Ich will mir das nicht nehmen lassen von irgendeinem Idioten, der das Wort Liebe nicht einmal richtig buchstabieren kann. Ich lasse es mir nicht nehmen, diese Lust am Leben. ICH habe alles richtig gemacht. Und ich möchte es weiterhin richtig machen. Ich lasse Prag los, ein für alle Mal. Ich lasse den Gedanken daran los. An dies. An das auch. An einige Menschen. Ich lasse alles fallen für mein neues Leben. Und ich muss langsam damit anfangen. Was habe ich zu verlieren? Wie könnte ich versagen? Eben. Gar nicht. Los, los. Bevor es zu spät ist. Nimm es in die Hand, bevor es dich in der Hand hat. Ja. Los. Ich will nicht, dass es zu spät ist. Ich will dieses Leben, dass ich in meinem Kopf längst habe. Ich will. Und ich kann es schaffen. Nichts hindert mich daran. Ziele setzen und einhalten. Ab jetzt. Für immer.
1.11.09 19:09


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