yvi + chaste
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Aus der Wanduhr tropft die Zeit.



Eine Veränderung musste her und auch wenn sie klein beginnt, ist es doch ein Schritt in eine andere, vielleicht bessere Richtung. Ich habe aufgehört zu zählen und kann nicht sagen, der wievielte Neustart dieser Blog darstellt, doch dieses Mal fühlt es sich so an, als könnte es wirklich einer werden, der mich verändert. Obgleich ich Veränderung in den letzten Monaten in Hülle und Fülle hatte - mehr als gut für mich ist - brauche ich wieder eine. Ich bin umgezogen, ich bin wieder allein, ich wurde verletzt, ich bin gefallen, aufgestanden und habe mir gedacht, dass ich nicht weiter komme, wenn ich ständig falle und liegen bleibe, in der Hoffnung irgendjemand könnte kommen und mir aufhelfen, so wie es nun bereits zwei mal geschehen ist. Das ist absoluter Blödsinn. Ich kann den Trost nicht in anderen Menschen suchen, um Zerstreuung zu finden. Und den ersehnten Frieden sowieso nicht. Nach der gescheiterten Beziehung, die eigentlich nie eine war und dem verlorenen Vertrauen, habe ich feststellen müssen, dass mir bisher kein Mensch das geben konnte, was ich suchte. Einzig in meiner Familie konnte ich diesen Frieden bisher finden - nicht immer, aber oft. Es muss einfach einen anderen, neuen, unbekannten Weg geben, auf dem ich zu mir selbst finden kann und wenn es kein anderer Mensch ist, bin ich es dann nicht vielleicht selbst? Bevor ich lieben kann, muss ich zuerst mich selbst lieben? Ist das wirklich so? Wie oft habe ich über diese Redewendung nachgedacht und sie nicht verstanden. Sie irgendwie immer falsch interpretiert, versucht nach ihr zu leben und gescheitert. Ich habe mein Selbstbewusstsein gewonnen und wieder verloren und ich habe mich immer wieder verstellt, mal unbewusst, mal völlig bewusst. Ich habe nie wirklich realisiert, wie sehr mich das bereits zerstört hat. Ich bin zu einem Puzzle zersprungen, einige Teile fehlen bereits, aber man kann es immernoch so zusammensetzen, dass es ein Bild ergibt und genau das habe ich vor. Ich möchte alles in Ordnung bringen, auch wenn das nicht besonders schnell gehen wird. Und so schlimm das auch klingen mag - Ich werde nun erstmal nur an mich selbst denken und an ganz wenige andere Menschen, die mir Halt geben können und die ich liebe. Ich kann mich nicht immer für andere aufopfern. Ich habe ein eigenes Leben und das muss ich zu leben wissen.

Mein alter Blog "traumsammlerin.myblog.de" wird zwar erhalten bleiben, aber ich denke, ich werde ihn so lassen, wie er ist, denn er ist mir viel zu fremd geworden, als dass ich mich noch weiterhin wohl fühlen könnte. Deswegen habe ich mir einen neuen Platz gesucht, an dem ich bleiben kann, mich verkriechen kann und mich zum schreiben zwingen kann. Denn das Schreiben ist etwas, das ich machen muss, um glücklich sein zu können, auch wenn ich mich so oft nicht dazu aufraffen kann, weil ich das Gefühl habe, dass die Worte davonrennen - Und das ständig, immer, jeden Moment.
25.10.09 17:26


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